Ausstellung “Objets transmissionnels”

Visuel Objets Transmissionnels 1

Vom 11. bis 22. April

Im Pavillon des Lieu d’Europe

Was verbindet man mit einem zerbrochenen polnischen Kleiderbügel, einem Modellflugzeug, einer Tischdecke, einer weinenden Puppe, einem Löffel mit den Insignien des Dritten Reichs, einem Haufen Hüte?

Sie alle sind Objekte, die von Menschen der zweiten oder dritten Generation nach dem Holocaust übertragen, empfangen oder aufbewahrt werden. Und mit einer besonderen Verbindung, einer großen Zärtlichkeit und manchmal einem Hauch von Zweideutigkeit haben diese Menschen sie sich zu Eigen gemacht.

Jedes Objekt ist ein Rätsel, das seinen Besitzer an dieVergangenheit bindet und eine eigene Geschichte enthält. Hier zeigt sich eine spezifische generationsübergreifende Verbindung. Jede Geschichte, jedes Foto ist nicht nur das Ergebnis einer “Erinnerungsarbeit” oder einer “Erinnerungspflicht”, sondern auch eines “Bedürfnisses nach Erinnerung” – ein starkes Zeugnis gegen das Vergessen.

  • Michel BORZYKOWSKI ist in Genf als Sohn von Überlebenden der Shoah geboren. Als pensionierter Arzt geht er nun seinen Hobbies nach: der Musik, der Natur, dem Bergsteigen und der Fotografie. Für “Objets transmissionnels” hat er die Geschichten und Bilder hinter den Objekten eingefangen. Daneben engagiert er sich im “Reseau 2G”, das in Genf Menschen der zweiten und dritten Generation nach dem Holocaust vernetzt.
  • Ilan LEW ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Fachbereich Soziologie der Universität Genf, an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales. Seine Forschung analysiert kollektive Gewalt und Erinnerung. Gemeinsam mit Michel Borzykowski hat er “Objets transmissionnels” zum Leben erweckt.

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