Konferenz “Das Erbe der Shoah” mit Daniel Lemler

Daniel Lemler

Sonntag, 12. Februar um 16h30, Konferenzsaal Daniel Riot

Za’hor. Sich an die Shoah erinnern, Paradigma aller Völkermorde und Massaker, ist essenziell. Es ist notwendig, aber nicht ausreichend. Dessen, wovon die Shoah ein Symptom ist, hat kein Ende mit dem Waffenstillstand gefunden. Ganz im Gegenteil: Dadurch, dass wir die Lehren dieses Ereignis weder auf institutioneller noch auf subjektiver Ebene verarbeitet haben, sind wir in unserem Alltag mit dessen Erbe konfrontiert. Es ist nun an uns,Handlungen folgen zu lassen und daraus die Lektion für die Arbeit an unserer Humanisierung, die sich immer im Prozess befindet, zu ziehen.

 

Daniel Lemler ist Psychiater und Psychoanalytiker in Strasbourg. Er ist Vorsitzender des Vereins „Die lebenden Erinnerungen der Shoah“, dessen Ziel es ist, die Aufmerksamkeit auf die aktuelle Dimension des Themas, im hier und heute, zu lenken: Das, was seit 1945 überliefert wurde und was davon heute noch bleibt, was das Individuelle wie das Kollektive betrifft.